Offline Zeit

Der ein oder andere wird es mitbekommen haben. Aufgrund von massiven Problemen habe ich den Server geschlachtet. 🙂
Also nicht wirklich den Server, aber ich wollte… zumindest im ersten Moment. Ehrlich. Na, eigentlich kann der Server ja auch nichts dazu. Zumindest nicht die Hardware. Aber ich habe selten ein so schlechtes System wie das der Kollegen aus Redmond gehabt. Zu guter letzt wollte mich dann Acronis True Image noch Ă€rgern. Super Backupprogramm! Und mittlerweile als Freeware auf einigen Heft-CDs diverser Zeitschriften zu finden. Auch wenn diese Versionen meist Ă€lter sind, sie erfĂŒllen ihren Zweck. Image der Datenpartition unter Redmond-OS gezogen. Validiert. Alles prima. Dann wollte ich das Image wieder restoren um an die Daten zu kommen und: Pustekuchen ;-( Nix ging mehr. Fehler beim Lesen des Images. Auch das extrahieren aus einzelnen Dateien mit der neueren Sharewareversion war nicht möglich. Selber Fehler. Das konnte doch nicht sein! Immerhin waren da die ganzen Fotos von Lana etc. und Dokumente, Schriftverkehr zum Hausbau etc. mit gesichert. So langsam lief mir der kalte Schweiß den RĂŒcken runter. Also das Image auf eine externe USB Platte gezogen und an einem unserer Notebooks entpackt.

Hier lief es zum GlĂŒck ohne Fehlermeldung. Die Daten sind jetzt wieder verfĂŒgbar. Wenn samba (Windows Freigaben, DC etc. unter Linux) und das Drucksystem cups richtig laufen werde ich die Freigaben wieder anlegen… dann kann auch meine Frau wieder auf ihre Homepage zugreifen – mit SSH / SFTP hat sie es ja nicht so. 🙂

Jetzt lĂ€uft eben wieder Linux auf der Box. Um genau zu sein Debian Etch. HĂ€tte ich gewusst, was das fĂŒr ein Ärger das ganze Bamborium gibt wĂ€re ich nie von Sarge auf Redmondschen Code gewechselt… Hinterher ist man immer schlauer. Aber ich denke, ich bastle einfach zu gern. Sehr interessant finde ich auch, dass sich die Antwortzeiten des Webservers insbesondere in Verbindung mit php fast halbiert haben. Nicht schlecht.

Zum GlĂŒck habe ich ja noch eine Sicherung meines alten /etc Verzeichnisses. Auch wenn ich das Plattenlayout diesmal anders gemacht habe… Da ich eh nur eine interne IDE Platte im System eingebaut habe bin ich dieses mal bei der Installation faul gewesen und habe keinen lvm aufgesetzt. Das lohnt sich meines Erachtens nicht. Aktuell sieht das Layout etwa so aus:

  • 8GB, Bootflag, /
  • 1 GB Swap, swap
  • 10 GB Home-Verzeichnis, /home
  • 61 GB Dateiserver, /srv

Mir reicht das so. Das Layout kann man sich auch bei den Systeminformationen oder im munin (Systemmonitor) anschauen. Da auf dem System kein X lÀuft und nur das Nötigste installiert ist, habe ich noch massig Platz. Auf der primÀren 8GB Partition liegen noch das htdocs und die mysql-Datenbanken. Was ich bis jetzt grob an Software installiert habe:

  • apache 2.2
  • php5
  • ssh Server
  • mysql Server
  • ErgĂ€nzungen zu apt
  • phpsysinfo
  • phpmyadmin
  • munin
  • webalizer
  • sshfs
  • usbmout (Automounter fĂŒr USB Storage -> externe USB-Festplatten)
  • smartmontools

Was noch fehlt ist der Mailserver und sein Anhang. Von exim werde ich mich trennen. Ich habe bis jetzt immer sehr gute Erfahrungen mit postfix gemacht. Damit kenne ich mich jetzt auch ganz gut aus. Dem mta werde ich noch procmail und dovecot als imap/pop Server zur Seite stellen. ZusĂ€tzlich dann noch amavisd und clamav bzw. Antivir. Gegen spam hat sich bei mir dspam und spamassassin bewĂ€hrt. 😉

Mal schauen wann ich Zeit dafĂŒr habe. Zu guter letzt noch cups und samba und vielleicht noch das ein oder andere Gimik. Und natĂŒrlich die HardwareĂŒberwachung! Wichtig, da das System passiv gekĂŒhlt ist und fĂŒr den Fall, dass es zu heiß wird, alle ressourcenbindenden Prozesse abbrechen soll (natĂŒrlich nicht einfach so) um abzukĂŒhlen. Ist der kritische Zustand ĂŒberstanden werden die Prozesse wieder gestartet. Hierzu gibt’s dann auch ein kleines Shellscript. Also wird es dann geben wenn es soweit ist.

Hier kann man sich ĂŒbrigens das Serverlein mal genauer anschauen:

FĂŒr diejenigen, die sich dafĂŒr interessieren wird es dann auch eine ausfĂŒhrliche Dokumentation zum Nachbauen und natĂŒrlich auch die wichtigsten Konfigurationsdateien geben…

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